• Selina Rogers

6 Tipps, um sich richtig zu entschuldigen

Aktualisiert: 30. März



Wo Menschen aufeinandertreffen, können Meinungen auseinandergehen. Das gilt für das Privat- und Berufsleben für Wirtschaft, Sport und Politik.


Ein nicht gegebener Elfmeter kann bei den Fans einer Fußballmannschaft Unmut und Ärger auslösen – Beschimpfungen gegenüber dem Schiedsrichter inklusive. Dass auch höchste Funktionäre und ehemalige Nationalspieler nicht im Stande sind, ihre Emotionen in kritischen Situationen im Griff zu halten, zeigt sich derzeit an mehreren Beispielen.


Auch wenn eine im Eifer des Gefechts ausgesprochene Beleidigung oder ein unüberlegter möglicherweise rassistischer Beitrag veröffentlicht wird und „gar nicht so gemeint war“, richtig katastrophal werden solche Fehltritte oftmals, wenn eine kritische Betrachtung des eigenen Verhaltens fehlt oder noch schlimmer, eine Leugnung des Fehlverhaltens stattfindet. Oder der Versuch der Erklärung zur Verschlimmbesserung führt.


Wenn das eigene Ego aus dem Spiel genommen und auf die Ersatzbank gesetzt wird, ist es gar nicht so schwer, sich angemessen zu entschuldigen. Sechs simple Tipps können helfen, damit eine Entschuldigung nicht nur glaubwürdig erscheint, sondern auch, um langfristig gut miteinander auszukommen.


Drei Dinge, die man nicht tun sollte…


1. Sich zu viel Zeit lassen (Zeit heilt alle Wunden)


Der erste Fauxpas, den es bei einer ordentlichen Entschuldigung zu vermeiden gilt, ist zu viel Zeit verstreichen zu lassen. Wenn der eigene Fehltritt bekannt ist, tut man gut daran, sich dafür schnellstmöglich bei allen Betroffenen um Entschuldigung zu bitten. Bleibt dieser essentielle Schritt aus, läuft man Gefahr ins Fadenkreuz von Medien, Geschäftspartnern und Kunden zu geraten.


2. Keine Verantwortung übernehmen


„Es tut mir ja leid, aber…“ – Das ist nicht die Art und Weise, wie eine Entschuldigung beginnen sollte. Wenn man sich entschuldigt, sollte man voll und ganz hinter der Entschuldigung stehen. Dazu gehört es, das eigene Verhalten zu kritisieren und sich dafür uneingeschränkt zu entschuldigen. Und zwar ohne Wenn und Aber oder langatmige Relativierungen. So zeigt man nicht nur Verantwortung, sondern man gibt der Entschuldigung auch mehr Kraft, da sie nicht durch fadenscheinige Gründe sofort wieder entkräftet wird.


3. Über Umwege entschuldigen


Gerade in der heutigen Zeit scheint es naheliegend zu sein, sich auch über soziale Netzwerke zu entschuldigen. Dem ist grundsätzlich nichts entgegen zu setzen. Allerdings sollte diese Art der Entschuldigung maximal als Ergänzung dienen. Die wichtigste Entschuldigung ist nicht die, mit den meisten Likes, sondern die, die der oder dem Geschädigten persönlich überbracht wird.



Drei Dinge, die man tun sollte…


1. Verantwortung übernehmen


Sorry seems to be the hardest word – das weiß nicht nur Elton John, sondern alle, die sich bereits entschuldigen mussten. Das persönliche Eingeständnis, einen Fehler begangen zu haben, liegt nicht in der Natur einiger Menschen. Aus diesem Grund ist eine Entschuldigung auch immer ein Kampf mit dem eigenen Ego. Es lohnt sich jedoch, dieses Ego beiseite zu schaffen und Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen. Dadurch hat man trotz Fehlverhalten wenigstens die Chance, nicht dauerhaft in Ungnade zu fallen und aufgebaute Beziehungen dauerhaft zu schädigen.


2. Reue zeigen


Es gibt nichts Schlimmeres als eine unglaubwürdige und halbherzige Entschuldigung. Ja, eine Entschuldigung lebt von Gesten, aber diese müssen auch aufrichtig und ernst gemeint sein. Eine Entschuldigung nur der Entschuldigung wegen auszusprechen, kann zu mehr Schaden führen. Gerade bei Beziehungen, die langfristiger Natur sind, ist es empfehlenswert, echte Reue zu zeigen, um nicht noch mehr Vertrauen zu zerstören.


3. Um Entschuldigung bitten


Eine Tatsache, die nicht vergessen werden sollte – eine Entschuldigung ist nicht einfach erledigt, wenn man sie ausgesprochen hat. Eine Entschuldigung muss von der Gegenseite erst angenommen werden, daher kann auch höchstens um eine Entschuldigung gebeten werden. Gerade bei schwerwiegenden Fehltritten oder Beleidigungen, sollte es nicht als selbstverständlich angesehen werden, dass der oder die Geschädigte einfach mit dem Kopf nickt, vergisst und verzeiht. Glänzen kann die Person, die nach Aussprache der Entschuldigung die Entscheidung der Gegenseite bedingungslos akzeptiert.





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